ilona dudzinski

der naumburger westlettner – bauforschung an architektur und skulptur

dissertation 2009 – laufend

gefördert von der VolkswagenStiftung (hannover)

Der Naumburger Westlettner, erbaut um 1250, gehört zu den wenigen erhaltenen Schrankenanlagen des Mittelalters. An der Schnittstelle zwischen dem spätromanischen Kirchenraum und dem gotischen Chor steht er als massive Schranke und verbindendes Element zugleich. Sein imposantes Mittelportal mit der lebensgroßen Kreuzigungsgruppe bildet den einzigen Zugang in den Westchor mit den zwölf berühmten Stifterfiguren. Die Schwerpunkte der bauhistorischen Untersuchung am Westlettner liegen zum einen auf der Klärung der Entstehungschronologie des Lettners in Bezug auf sein architektonisches Umfeld, dem Nachgehen von bautechnischen Lösungen konstruktiver Details sowie der Werkstattorganisation um den namentlich nicht bekannten Naumburger Meister. Aber auch Fragen nach der ursprünglichen und nachmittelalterlichen Nutzung des Lettners, seiner Erschließung oder nach baulichen Veränderungen, insbesondere nach einem verheerenden Brand 1532, konnten mit Hilfe bauarchäologischer Methoden weitgehend geklärt werden. 

Naumburg Kolleg
Gestatten, Reglindis!