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entwurf ep1

dokumentationszentrum kartitsch

donnerstags, 14.15 uhr, sr 6
erster termin 10. oktober 2019, 10.00 uhr  
weber, pop, meyer

Entlang des Karnischen Kamms zieht sich ein etwa 30 km langer Abschnitt der Alpenfront aus dem Ersten Weltkrieg, die vom Stilfserjoch über den Ortler zum nördlichen Gardasee und von dort durch die Dolomiten und die Karnischen Alpen bis zum Isonzo verlief und erst bei Duino an der Adria endete.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kartitsch in Osttirol befinden sich noch zahlreiche Stellungen dieser Alpenfront, die im Rahmen eines durch das Bundesdenkmalamt Tirol geleiteten dreijährigen Projekts dokumentiert, erforscht, konserviert und museal präsentiert werden sollen. Ziel des Projekts ist es, das Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs und das Bewusstsein um das historisch-kulturelle Erbe am Karnischen Kamm zu bewahren.

Im Wintersemester 2018/19 wurden die vorhandene Literatur und Archivalien, hauptsächlich historische Fotos und Pläne, analysiert. Im vergangenen Sommersemester 2019 fand ein Workshop mit dem Ausstellungsgestalter Henning Meyer (space4/Stuttgart) vor Ort auf dem Karnischen Kamm statt, in dem kommunikative Strategien zur Vermittlung des Kulturerbes an ein breites Publikum entwickelt wurden.

Im Rahmen des Entwurfs im kommenden Wintersemester 2019/20 soll nun ein Dokumentationszentrum zu diesem kulturellen Erbe in der Gemeinde Kartitsch entworfen werden.

In das Projekt eingebunden sind ferner das Institut für Archäologien, das Amt für Bau- und Kunstdenkmäler der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol sowie zahlreiche Fachfirmen und Experten aus den Bereichen Konservierung, Denkmalpflege und Dokumentation. Die Planungsaufgabe besteht darin, für das Dokumentationszentrum ein architektonisches Konzept zu entwickeln, das auf die Stellungen am Karnischen Kamm und in auf dem Gelände der Gemeinde Kartitsch aufmerksam macht. Dabei ist die Bedeutung dieser Orte als Exponate für das Dokumentationszentrum angemessen zu berücksichtigen.

Es soll architektonisches Konzept entwickelt werden, das der Eigentümlichkeit des Standortes gerecht wird. Das gewählte Konzept ist sowohl in Form eines Erläuterungstextes zu beschreiben, als auch im Rahmen von Konzeptplänen und Modellen graphisch darzustellen. Die Verträglichkeit des neuen architektonischen Konzeptes ist mit der bestehenden Gesamtanlage des Dorfes und der umgebenden Berge abzustimmen und hinsichtlich ihres funktionalen und ästhetischen Mehrwertes zu überprüfen.

Es wird eine Auseinandersetzung mit der Typologie und der Bautechnik der am Ort und auf dem Karnischen Kamm vorgefundenen Erbes aus dem Ersten Weltkrieg erwartet.

Die Bearbeitung erfolgt in Gruppenarbeit.