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kossel/sölch

platz-architekturen. kontinuität und wandel öffentlicher stadträume vom 19. jahrhundert bis in die gegenwart

hg. von elmar kossel und brigitte sölch

i mandorli 24

berlin: deutscher kunstverlag 2018

Noch immer erweist sich der Platz als Ort der gesellschaftlichen Selbstvergewisserung, an dem Denkmalsetzungen, Bilderstürze und andere soziale wie politische Aktivitäten stattfinden. Den städtebautheoretischen Überlegungen und konkreten historischen Entwicklungen verschiedener Stadträume widmen sich die Beiträge dieser Anthologie.

Die kunsthistorische Stadt- und Platzforschung gründet seit dem Werk von Autoren wie Camillo Sitte, August Schmarsow und Albert Erich Brinckmann auf der fruchtbaren Auseinandersetzung der Disziplinen Stadtbaukunst, Städtebau und Stadtplanung mit dem architektonischen Raum. Vor diesem Hintergrund reicht der Betrachtungshorizont der Beiträge bis in das 21. Jahrhundert und rückt auch aktuelle Tendenzen der Globalisierung und Kommerzialisierung von Architektur und öffentlichem Raum in den Blick.

 

Inhaltsverzeichnis

Brigitte Sölch und Elmar Kossel: Vorwort, 7

Brigitte Sölch: Einführung, 15

Formationen

Wolfgang Pehnt: Plätze, offen oder geschlossen. Zu einer Kontroverse in Moderne und Nachmoderne, 27

Konzepte

Anne Brandl: Container, Umhüllung, Vorstellungsbild, Szene: Die sinnliche Wahrnehmung von Plätzen in ausgewählten historischen Städtebautheorien, 45

Wolfgang Sonne: Das Überleben des Stadtplatzes in der Moderne, 61

Longue durée

Jean-Philippe Garric: Rome en détail. La mutation de l’espace public au mirroir de la photographie 1850–1900, 83

Melchior Fischli: Die Stadt in Besitz nehmen: Die Piazza Vittorio Emanuele und der Umbau des Stadtzentrums von Florenz, 1880–1900, 93

Katja Piesker: ›Esplanade‹ oder ›Stadtlandschaft‹? Tophane/Istanbul seit dem späten 18. Jahrhundert, 113

Klaus-Jan Philipp: Deckel oder Platz? Der ›Kleine Schlossplatz‹ in Stuttgart, 137

Geschichtsbilder

Dario Donetti: Piazza della Romanità all’EUR: La costruzione scenografica dell’architettura, 155

Elmar Kossel: Die Konstruktion eines faschistischen Geschichtsbildes: Luigi Morettis Piazzale dell’Impero in Rom. Die Piazza als politischer Ort, 171

Spuren

Ulrich Knufinke: Öffentliche Orte der Erinnerung? Standorte zerstörter Synagogen im Bild deutscher Städte, 195

Leonie Beiersdorf: Einladung zur Spurensuche: Das Denkmal am Boden, 207

Public!

Felix Schmuck: Stadt, Platz und Bühne. Räumliche Wechselwirkungen, 225

Stanislaus von Moos: Herz-Chirurgie. Anmerkungen zu Louis I. Kahn und »Better Philadelphia«, 235

Re-Visionen

Andre Bideau: »Eine Art Stadtbühne«. Ein Entwurf von Oswald Mathias Ungers für Frankfurt am Main, 265

Ole W. Fischer: Der Archipel-Urbanismus. Oswald Mathias Ungers, Rem Koolhaas und Strategien für die schrumpfende Stadt, 283

Display

Claudia Tittel: Times Square 3.0. Der Platz als Display und mediales Spektakel, 299

Olivier Gaudin: Is the Shopping Mall a Normative Apparatus? Investigating the Impact of Shopping on the Perception of Urban Public Space, 311

Protest!

Magdalena Nieslony: »Die Straßen sind unsere Pinsel, die Plätze unsere Paletten.« Der Petrograder Schlossplatz als Schauplatz des Bilderstreites, 327

Carolin Höfler: On-site, On-line. Der Platz als physischer und medialer Raum der neuen Protestbewegungen, 343

Abbildungsnachweise, 365

Ortsregister, 371

Personenregister, 377

 

384 Seiten mit 242 schwarzweißen Abbildungen, Leinen mit Schutzumschlag; 48,00 €

 

 

Link Deutscher Kunstverlag

Link KHI Florenz

Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung Nr. 78 vom 2. April 2019, S.12, hat Andrea Gnam den Band »Platz-Architekturen« rezensiert.