Bozen, Stadel des Klosters Muri Gries

© Wittfrida Mitterer

seminar

bauen im bestand

historische hülle – neuer kern

workshop vor ort 12.–15. mai 2022, einführung 8. märz 2022

w. mitterer

Historische Hülle – Neuer Kern für den Barockstadel des Benediktinerklosters Muri Gries

Der Stadel des Klosters Muri Gries in Bozen, ein um 1909 erneuerter Barockbau von 1769, hat eine ungewisse Zukunft. Die Bandbreite reicht vom Abriss bis zum Kulturzentrum mit öffentlicher Nutzung und privaten Wohnungsbau. Unterschiedliche Initiativen zum Erhalt und einer Neunutzung des Gebäudes konnten sich bislang nicht durchsetzen.

Im Rahmen des Seminars soll für den Stadel eine Analyse und eine Vision zur klimaneutralen Erschließung und Neunutzung im städtebaulichen Kontext entwickelt werden.

An Hand von Studien, Skizzen und Modellen der Anlage und ihrer räumlichen Qualitäten in der Zeitenfolge soll das Spannungsverhältnis von Erhalt und Abriss untersucht werden.

Das Bauwerk und die gesamte Klosteranlage, die in ihrem Kern vor über 600 Jahren als neue Lebens- und Arbeitsform gegründet wurde, sollen in die einzelnen Elemente zerlegt und analysiert werden und auf ihre architektonische und sozialgeschichtliche Symbolik und Bedeutung untersucht werden. Das Baudenkmal soll ebenso aus der Sicht der Energieeffizienz und der Co2-Emissionswerte bewertet werden.

Ziel ist es, mit dem Pilotprojekt Denkmalschutz und die intelligente ökologische und nachhaltige Neunutzung des Stadels beispielhaft auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Anforderungen: Regelmäßige Teilnahme (mind. 80% der Lehrveranstaltung), Beteiligung an der Diskussion und pünktliches Erscheinen, verbindliche Übernahme eines Referats, Vor- und Nachbesprechung des Referats sind obligatorisch. Bei Absage eines verbindlich übernommenen Referats sowie unentschuldigten Fehlzeiten über den zugelassenen Rahmen hinaus erfolgt der Ausschluss aus dem Seminar und eine negative Bewertung.