© Henning Meyer

seminar

präsentation und vermittlung

 

beginn: wird noch bekannt gegeben.

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Die Kommunikation unserer Ideen, Konzepte, Entwürfe und Planungen ist für uns Gestaltende ein wesentlicher Teil unserer Arbeit. Leider zu oft und fälschlicherweise wird ein gedanklicher Fehler gemacht, indem der Inhalt (also z.B. ein architektonischer Entwurf) und dessen Kommunikation (also z.B. mittels eines Plans oder ein Modells) als zwei getrennte Arbeitsschritte gesehen werden. Dabei sind diese beiden Ebenen miteinander untrennbar verwoben und bedingen sich gegenseitig – sie sind eins. Wer klagt, er habe einen so guten Entwurf gehabt, aber leider habe das der Auftraggeber (oder Prof./Prüfer_in) nicht verstanden, der hat das Prinzip des gestalterischen Arbeitens nicht verstanden – was wir nicht vermitteln können, haben wir auch nicht geplant. Inhalt und Form sind eins, sie müssen zusammen gedacht und entwickelt werden.

Daher ist die Frage der Kommunikation eine, die sich schon zu Beginn einer gestalterischen Konzeption stellt und sich über alle Stufen der Planung bis hin zum „fertigen Produkt“ entwickelt. Als Gestalter_innen und Architekt_innen steht uns eine breite Palette von Vermittlungsformaten zur Verfügung. Eine gute Präsentation nutzt die Qualitäten der einzelnen Formate und Medien, um ein möglichst optimales Ergebnis im Kommunikationsprozess zu bekommen. Dabei möchte das Seminar eine paar zentrale Gedanken – unabhängig von den konkreten Projekten – vermitteln:

Ohne Ziele ist alles nichts

Wir müssen uns der Inhalte bewusst sein, die wir unseren Kommunikationspartnern vermitteln wollen. Was sind die zentralen Botschaften? Nicht jede Information ist gleich wichtig, und ein großer Teil der Informationen, die wir übermitteln, wird gar nicht wahrgenommen. Wenn wir nicht geklärt haben, was uns in der Kommunikation wichtig ist, welche Ziele wir verfolgen, entsteht nur ein ungeordnetes Rauschen, in dem die wirklich bedeutenden Dinge untergehen.

Alles ist Kommunikation

Welche Kommunikationskanäle können wir nutzen? Welche stehen uns in der analogen, welche in der digitalen Welt zur Verfügung? Wie unterscheiden sie sich? Über welche Signale, Kanäle und Medien kommunizieren wir, auch wenn wir es gar nicht bewusst wollen? Es ist wichtig, auch auf die scheinbar unwichtigen Dinge zu achten, denn sie tragen viel mehr zu einem Gesamteindruck und damit auch zu einer Bewertung unserer Arbeit bei, als wir es selber wahrnehmen.

Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Jede Form von Vermittlung  - also auch jede Präsentation – ist ein interaktiver Prozess. Als „Sender“ sind wir nicht alleine, denn uns steht ein „Empfänger“ gegenüber. Um erfolgreich unsere Botschaften und Inhalte zu vermitteln, müssen wir uns in den oder die Andere(n) hineinversetzen. Was sind die Erwartungen und Interessen? Welche Vorwissen, welche Kenntnisse sind vorhanden?

Keine Information ohne Emotion

Menschen sind keine Datenverarbeitungsmaschinen. Informationen sind wichtig, aber ohne Emotionen können wir sie nur sehr schlecht verarbeiten. Wenn wir unsere Arbeit darstellen, müssen wir uns daher fragen, ob wir einfach nur „Präsentieren“ oder ob wir „Erzählen“ – indem wir unsere Zuhörer_innen und Zuschauer_innen emotional ansprechen, sie „abholen“ und mitnehmen.

 

 

 

Aufbau des Seminars

Das Seminar besteht aus vier 2-stündigen Online-Workshops (Zoom), bei denen die Studierenden jeweils einen kurzen (3-5min) Beitrag vorbereiten, der danach diskutiert wird:

1.       Vorstellung der Masterthesis: Formulierung von 3 zentralen Aussagen / Zielen

-          Anmerkungen zur Präsentation und Vermittlung (HM, ca. 20 min)

-          Präsentation der MT anhand von maximal 3 Folien (je eine zu einem zentralen Vermittlungsziel der MT) (Alle Studierende, ca.40 min)

-          Feedback – Runde (als Zoom-Talk, ggf. mit einer anonymen Kommentarfunktion im Nachgang)

-          Formulierung der Aufgabenstellung für den 2. Termin (HM, ca. 5 min)

 

2.       Formate der Kommunikation: Analyse und  Darstellung eines Kommunikationsmediums, das für die Präsentation der Masterthesis genutzt werden kann (z.B. Diagramm, Plan, Perspektive, Bild, Text, gesprochenes Wort usw.)

-          Einführung in die Kommunikationstheorie (HM, ca. 20 min)

-          Darstellung eines Vermittlungsmediums (analog, digital, verbal, nonverbal… Alle Studierende, ca.40 min)

-          Feedback – Runde (als Zoom-Talk, ggf. mit einer anonymen Kommentarfunktion im Nachgang)

-          Formulierung der Aufgabenstellung für den 3. Termin (HM, ca. 5 min)

 

3.       Unbeabsichtigte Kommunikation: Analyse und Darstellung eines Kommunikationsaspektes, der ungewollt oder ungeplant zum Teil einer Präsentation (im architektonischen Kontext) wird.

-          Kommunikation ist Interaktion (HM, ca. 20 min)

-          Darstellung einer unbewussten Kommunikationsform (Alle Studierende, ca.40 min)

-          Feedback – Runde (als Zoom-Talk, ggf. mit einer anonymen Kommentarfunktion im Nachgang)

-          Formulierung der Aufgabenstellung für den 4. Termin (HM, ca. 5 min)

 

4.       Entwicklung einer Dramaturgie: Wem wollen wir unsere Botschaften vermitteln? Mit welchen Aspekten der der MT beginnt die Präsentation? Wie werden die Rezipienten in das Thema eingebunden/eingeführt?

 

-          ­Beispiele: Aus Fehlern kann man lernen (HM, ca. 20 min)

-          Darstellung eines dramaturgischen Ansatzes (Alle Studierende, ca.40 min)

-          Feedback – Runde (als Zoom-Talk, ggf. mit einer anonymen Kommentarfunktion im Nachgang)